Mehr Power durch Creatin
Adenosintriphosphat (ATP) ist unsere körpereigene Energiewährung. Durch sie werden Muskelkontraktionen erst möglich. Allerdings reicht der ATP-Speicher nur für eine Kontraktionszeit von ungefähr 3 Sekunden. Danach zieht der Körper Creatinphosphate heran, die ihre Phosphate an Adenosindiphoasphat-Moleküle (ADP) abgeben, damit neues ATP für weitere Kontraktionen resynthetisiert werden können.
Creatin ist also ein wichtiger Bestandteil des menschlichen Energiespeichersystems. Durch diesen Stoff erhöht sich die Zeitspanne, in der die Muskulatur Energie über ATP als den Hauptenergieüberträger heranzieht. Um wieviel länger hängt davon ab, wieviele Creatinphosphat-Moleküle bereitstehen. Je mehr Creatin in der Zelle zur Verfügung steht, desto mehr Creatinphosphat kann vom Enzym Creatinkinase gebildet werden. Und dies wirkt sich wiederum positiv auf die Muskelkontraktionszeit aus. Damit ist die zusätzliche Einnahme von Creatin mit Hilfe eines Ergänzungspräparates eine gute und brauchbare Möglichkeit um seine Kraftleistungen zu steigern.
Nützlich ist das gesteigerte Kraftleistungsvermögen besonders in Sportarten, die in relativ kurzer Zeit viel Kraft erfordern, wie es zum Beispiel beim Gewichtheben, Gewichtetraining oder Sprinten der Fall ist.
Üblicherweise wird Creatin Monohydrat kurweise supplementiert, und zwar in derart, dass in den ersten 7-10 Tagen, der sogenannten Aufladephase, etwa 20 Gramm täglich auf 4 Gaben - in lauwarmen Wasser gelöst - eingenommen werden, und in den Tagen 11-42, die als Erhaltungsphase bezeichnet werden, nur noch ca. 5 Gramm pro Tag. Die Aufladephase sorgt dafür, dass die Muskelzellen so schnell wie möglich mit Creatin gesättigt sind, damit der Athlet in kürzester Zeit die positiven Effekte des Creatin Überschusses ausnutzen kann.
Eine gleichzeitige Einnahme von Traubenzucker macht das Einschleusen des Creatins in die Muskelzellen effektiver. Das Traubenzucker eranlasst den Körper Insulin in großen Mengen auszuschütten, welches wiederum als Botenstoff fungiert, und Stoffe aus dem Blut in die Zellen schleust.